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ThinClients

Ein ThinClient ist ein kleines Gerät, welches je nach Hersteller etwa so groß wie ein Buch ist. Der kleinste ThinClient ist etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel. Dieses Gerät haben verschiedene Anschlüsse für Tastatur, Maus, Monitor, USB und ggf. Drucker bzw. Seriellen Anschluss. In den Geräten befindet sich ein Mini-Computer der in aller Regel sehr wenig Strom verbaucht und nicht besonders Leistungsfähig ist. Als Betriebssystem wird hier mit WindowsCE, Windows Embedded oder Linux gearbeitet.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was haben diese Geräte mit ‚Virtualisierung‘ zu tun?

Diese Geräte sind für Virtualisierung bestens geeignet, denn Sie können beispielsweise mittels Remote-Desktop- Protokoll auf einen anderen Desktop (auch virtuelle) zugreifen. Ebenso ist es möglich auf virtualisierte Anwendungen (Citrix) zuzugreifen und diese komplett zu bedienen. Da weder der Zugriff via RemoteDesktop oder auf virtuelle Anwendungen viel Leistung benötigen, sind diese Thin Clients bestens für diese Aufgabe geeignet. Die wirklich benötigte Rechenpower bringt das Endgerät mit, auf das zugegriffen wird. Im Beispiel einer Remote-Desktop-Verbindung auf einen virtuellen Desktop, liegt die Rechenpower auf dem Server, der den Desktop bereitstellt. Somit merkt der Anwender kaum, ob er Lokal an einem Rechner sitzt, oder Remote auf einen Desktop zugreift.
Welche Vorteile hat ein ThinClient gegenüber einem normalen PC?
Der Vorteil hierbei liegt zum Einen beim Stromverbrauch. Ein normaler Computer verbraucht ca. 180W, ein ThinClient kommt häufig mit weniger als 10W aus. Da der Server, auf dem der RemoteDesktop oder die Anwendungen bereitgestellt werden sowieso läuft und deswegen auch keinen zusätzlichen Strom benötigt, kann man den Server nicht mit einkalkulieren.
Ein weiterer oft vernachlässigter Punkt ist die zentrale Managebarkeit der Desktops. In einer Firma, in der viele Arbeitsplätze zu bedienen sind, ist eine Wartung der einzelnen Desktops ein großer Zeitaufwand. Bei der Virtualisierung mit Thinclients ist der Verwaltungsaufwand recht gering, da hier mit Zentralen Images gearbeitet werden kann und auch die Anwendungen oder Desktops Zental auf dem Server liegen. Somit muss der Systemadministrator nicht durch die gesamte Firma laufen um einzelne Dekstops zu verändern, sondern kann dies Zentral von einer Station aus erledigen.
Ein dritter Punkt ist wohl ein kleiner Aspekt, jedoch ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Das wäre die Haltbarkeit eines ThinClients. Da ein ThinClient keine Festplatte hat und manche ThinClients auch kein Netzteil besitzen (diese beziehen den benötigten Strom aus dem Netzwerkkabel via. POE), kann auf nicht viel kaputt gehen. Somit entfallen auf Dauer sehr hohe Anschaffungskosten für einen neuen Computer.

Natürlich haben ThinClients auch Nachteile, bzw. sind je nach Anwendung schlecht einsetzbar. Manche Abteilungen oder Firmen benötigen Computer mit DVD-Laufwerken, Brenner, oder anderer Peripherie-Geräte. Hier stoßen die ThinClients an ihre Leistungsgrenze. Ebenso sind Videoübertragungen, bzw. Viedoschnitt usw. mit nur sehr wenigen Geräten akzeptabel machbar, da der eingebaute Grafikchip nicht die Leistung bringt, welche für solche Anwendungen benötigt wird.

Fazit: Im großen und ganzen ist eine Virtualisierung mittels ThinClients sehr gut geeignet für Büroarbeitsplätze in größeren Betrieben, da sich bei der Lizenzierung der Desktops und Anwendungen die Herstellerfirmen bezahlen lassen. Somit rechnet sich der Mehrwert wirklich nur, wenn entsprechend viele ThinClients eingesetzt werden können.

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