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Tag: Linux

ThinClients

by on Okt.29, 2011, under 5 - ThinClients

Ein ThinClient ist ein kleines Gerät, welches je nach Hersteller etwa so groß wie ein Buch ist. Der kleinste ThinClient ist etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel. Dieses Gerät haben verschiedene Anschlüsse für Tastatur, Maus, Monitor, USB und ggf. Drucker bzw. Seriellen Anschluss. In den Geräten befindet sich ein Mini-Computer der in aller Regel sehr wenig Strom verbaucht und nicht besonders Leistungsfähig ist. Als Betriebssystem wird hier mit WindowsCE, Windows Embedded oder Linux gearbeitet.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was haben diese Geräte mit ‚Virtualisierung‘ zu tun?

Diese Geräte sind für Virtualisierung bestens geeignet, denn Sie können beispielsweise mittels Remote-Desktop- Protokoll auf einen anderen Desktop (auch virtuelle) zugreifen. Ebenso ist es möglich auf virtualisierte Anwendungen (Citrix) zuzugreifen und diese komplett zu bedienen. Da weder der Zugriff via RemoteDesktop oder auf virtuelle Anwendungen viel Leistung benötigen, sind diese Thin Clients bestens für diese Aufgabe geeignet. Die wirklich benötigte Rechenpower bringt das Endgerät mit, auf das zugegriffen wird. Im Beispiel einer Remote-Desktop-Verbindung auf einen virtuellen Desktop, liegt die Rechenpower auf dem Server, der den Desktop bereitstellt. Somit merkt der Anwender kaum, ob er Lokal an einem Rechner sitzt, oder Remote auf einen Desktop zugreift.
Welche Vorteile hat ein ThinClient gegenüber einem normalen PC?
Der Vorteil hierbei liegt zum Einen beim Stromverbrauch. Ein normaler Computer verbraucht ca. 180W, ein ThinClient kommt häufig mit weniger als 10W aus. Da der Server, auf dem der RemoteDesktop oder die Anwendungen bereitgestellt werden sowieso läuft und deswegen auch keinen zusätzlichen Strom benötigt, kann man den Server nicht mit einkalkulieren.
Ein weiterer oft vernachlässigter Punkt ist die zentrale Managebarkeit der Desktops. In einer Firma, in der viele Arbeitsplätze zu bedienen sind, ist eine Wartung der einzelnen Desktops ein großer Zeitaufwand. Bei der Virtualisierung mit Thinclients ist der Verwaltungsaufwand recht gering, da hier mit Zentralen Images gearbeitet werden kann und auch die Anwendungen oder Desktops Zental auf dem Server liegen. Somit muss der Systemadministrator nicht durch die gesamte Firma laufen um einzelne Dekstops zu verändern, sondern kann dies Zentral von einer Station aus erledigen.
Ein dritter Punkt ist wohl ein kleiner Aspekt, jedoch ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Das wäre die Haltbarkeit eines ThinClients. Da ein ThinClient keine Festplatte hat und manche ThinClients auch kein Netzteil besitzen (diese beziehen den benötigten Strom aus dem Netzwerkkabel via. POE), kann auf nicht viel kaputt gehen. Somit entfallen auf Dauer sehr hohe Anschaffungskosten für einen neuen Computer.

Natürlich haben ThinClients auch Nachteile, bzw. sind je nach Anwendung schlecht einsetzbar. Manche Abteilungen oder Firmen benötigen Computer mit DVD-Laufwerken, Brenner, oder anderer Peripherie-Geräte. Hier stoßen die ThinClients an ihre Leistungsgrenze. Ebenso sind Videoübertragungen, bzw. Viedoschnitt usw. mit nur sehr wenigen Geräten akzeptabel machbar, da der eingebaute Grafikchip nicht die Leistung bringt, welche für solche Anwendungen benötigt wird.

Fazit: Im großen und ganzen ist eine Virtualisierung mittels ThinClients sehr gut geeignet für Büroarbeitsplätze in größeren Betrieben, da sich bei der Lizenzierung der Desktops und Anwendungen die Herstellerfirmen bezahlen lassen. Somit rechnet sich der Mehrwert wirklich nur, wenn entsprechend viele ThinClients eingesetzt werden können.

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Servervirtualisierung

by on Apr.23, 2011, under 2 - Servervirtualisierung

Der Standart:
In vielen Firmen hat man vor einigen Jahren mehrere Server benötigt, da die auf den Servern laufenden Anwendungen nicht auf einem Server liefen. Das Problem ist einfach, dass sich Datenbanken, Email-Server und Anwendungsserver schlecht oder garnicht auf einem Gerät vereinen lassen. Der gleichzeitige Betrieb der Anwendungen auf einem Gerät führt leider häufig zu Abstürzen aufgrund der Unverträglichkeit. Aus diesem Grunde hat man für jede Anwendung einen eigenen Server aufgebaut. So war man schnell bei 6-8 Server je nach größe der Firma. Größere Firmen mussten sogar 15 und mehr Server betreiben, um den laufenen Betrieb sicherzustellen. Wenn man eine vielzahl von Servern betreibt, muss man leider auch mit enormen Stromkosten rechnen, da jeder Server egal ob er viel oder wenig tut nahezu den selben Strombedarf hat. Zudem produziert jeder Server Wärme, welche wiederum heruntergekühlt werden muss, da sonst die Geräte in den Räumlichkeiten den Hitzetot sterben würden. Rechnet man die Verkabelung für Strom, Netzwerk und die zusätzlichen USVs hinzu, mussten viele Firmen sehr viel Geld in die Hand nehmen, um den EDV-Betrieb und die Serverfarmen am laufen zu halten.

Die Lösung:
Im Großrechner-Umfeld ist es schon seit langem Standart, mehrere Betriebssysteme und die sich darauf befindlichen Anwendungen auf ein und der selben Hardware (einem Server) gleichzeitig / parallel zu betreiben. Dies war bis vor einigen Jahren nur auf solchen Großrechnern möglich, da diese die entsprechende Leistung hatten. Mittlerweile sind die Prozessoren der x86 iger Umgebung so leistungsfähig geworden, dass man den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Betriebssysteme ebenfalls auf einem physichen Server abbilden kann.
Das bedeutet, dass beispielsweise aus den ehemals 8 physichen Servern, 1-2 physische Server werden, auf denen jedoch die 8 früheren Systeme parallel laufen. Die einzelnen Serverbetriebssysteme werden in einer zuvor installierten Virtualisierungsumgebung aufgesetzt. Jedem virtuellen System wird eine Hardware vorgegeben, auf der das System arbeitet. So läuft jedes einzelne Serversystem in einer Art Blase in der das System sich wie ein normaler Server verhält. Der Vorteil ist jedoch, dass man mehrere dieser „Blasen“ auf einer physichen Hardware betreiben kann und diese Blasen sich gegenseitig nicht in die Quere kommen. Die einzelnen „Blasen“ teilen sich lediglich die Hardware des darunterliegenden Physischen Systems. Stürtzt eine der Server in dieser Blase mit einem BlueScreen ab, so hat dies keinerlei Auswirkung auf die anderen Systeme nebenan.
Rechnet man nun um, wieviel Strom gespart wird, da nun anstatt 8 Server nur noch 2 Server betrieben werden, so sind das enorme Einsparungen. Ebenso muss man 2 Server deutlich weniger Kühlen als 8 Server. Es werden wesentlich weniger Kabel und USVs benötigt. Somit spart man nochmals gewaltig. Dem entgegengesetzt muss man jedoch einräumen, dass ein gewisser Leistungsverlust zu verzeichnen ist, welcher sich jedoch nicht so extrem auswirkt als man denken sollte.

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